|
|
. |
|
 |
|
Ein neues
Mysterium |
|
|
Meliton v. Sardes, Bischof im 2.
Jahrhundert |
| . |
. |
. |
 |
. |
Athanasianisches
Glaubensbekenntnis |
|
|
benannt nach dem Heiligen Athansius,
einem Kirchenlehrer des 4. Jahrhunderts |
| . |
. |
. |
 |
. |
Atme
in mir, du Heiliger Geist |
|
|
Dem hl. Augustinus (3.11.354 -
28.8.430) zugeschrieben |
| . |
. |
. |
 |
. |
Gebet zur Gottesmutter |
|
|
Methodius von Olympus (4. Jh.) |
| . |
. |
. |
 |
|
Gebet zu Jesus |
|
|
Alkuin (730 - 804) |
| . |
. |
. |
 |
|
Aus dem
Wessobrunner Gebet |
|
|
Althochdeutsche Stabreimdichtung,
aufgeschrieben um 814 in einer Handschrift des Klosters Wessobrunn,
somit einer der ältesten Texte in
"deutscher" Sprache!
Anmerkung: uu = w; vergleiche den englischen Namen "double-u"
für w |
| . |
. |
. |
 |
|
Der Dreifaltige
Gott |
|
|
Hl. Hildegard von Bingen (1098 - 1179) |
| . |
. |
. |
 |
|
An die Engel |
|
|
Hl. Hildegard von Bingen (1098 - 1179) |
| . |
. |
. |
 |
|
Gebet vor dem Studium |
|
|
Thomas v. Aquin (1224/25 - 1274) |
| . |
. |
. |
 |
|
Mein Herr und
mein Gott |
|
|
Hl. Niklaus von Flüe (1417 - 1487) |
| . |
. |
. |
 |
|
Allgewaltiger
Gott |
|
|
Girolamo Savonarola (1452 - 1498) |
| . |
. |
. |
 |
|
Ewiges Wort |
|
|
dem hl. Ignatius von Loyola (1491 - 1556)
zugeschrieben |
| . |
. |
. |
 |
|
Nimm
hin, o Herr, meine ganze Freiheit |
|
|
Hl. Ignatius von Loyola (1491 - 1556) |
| . |
. |
. |
 |
|
Gebet um Humor |
|
|
Thomas Morus |
| . |
. |
. |
 |
|
Gott allein genügt |
|
|
Hl. Theresia von Avila (1515 - 1582) |
| . |
. |
. |
 |
|
Schlaft nicht! |
|
|
Hl. Theresia von Avila (1515 - 1582) |
| . |
. |
. |
 |
|
O mein Gott |
|
|
Papst Clemens XI. (1649 - 1721) |
| . |
. |
. |
 |
|
Gebet zu Gott |
|
|
Hl. Pfarrer von Ars (1786 -
1859) |
| . |
. |
. |
 |
|
Siehe,
deine Mutter! |
|
|
Illustrierte Gebete aus
einem Gebetbuch der Jahrhundertwende, das die bischöfliche
Approbation am 20. Juni 1899 erhalten hat. Neben den Texten sind
teilweise gescannte Seiten dargestellt, die die Originalseiten des
alte Büchleins zeigen. Die Gebete zeichnen sich durch sprachliche
Schönheit und Tiefgang aus. Wenngleich heute manche sprachliche
Formulierung veraltet sein mag, finden sich viele Gebete und
Textstellen, die nichts von ihrer Tiefe verloren haben. Ein
Gebetsschatz, der nicht verloren und vergessen werden soll. |
Zurück zur Übersicht
Die Natur erschauderte und sprach erstaunt:
Was ist dies für ein neues Mysterium?
Der Richter wird gerichtet und verhält sich ruhig,
Der Unsichtbare wird geschaut und scheut sich nicht,
Der Unfaßbare wird erfaßt und entrüstet sich nicht,
Der Unmeßbare wird gemessen und widerstrebt nicht,
Der Leidlose leidet und rächt sich nicht,
Der Unsterbliche stirbt und weigert es nicht.
Was ist dies für ein neues Mysterium?
Meliton v. Sardes (Bischof im 2. Jhdt)
|
Atme in mir, du Heiliger Geist |
Zurück zur Übersicht
Atme in mir, du Heiliger Geist, daß ich Heiliges denke.
Treibe mich, du Heiliger Geist, daß ich Heiliges tue.
Locke mich, du Heiliger Geist, daß ich Heiliges liebe.
Stärke mich, du Heiliger Geist, daß ich Heiliges hüte.
Hüte mich, du Heiliger Geist, daß ich das Heilige nimmer verliere.
Dem hl. Augustinus (3.11.354 - 28.8.430)
zugeschrieben
Zurück zur Übersicht
Sei gegrüßt, Jungfrau und Gottesgebärerin Maria!
Du unerschöpfliche Quelle der Freude für das
menschliche Geschlecht!
Du bist der Anfang, die Mitte und das Ende unseres Freudentages!
Du bist die kostbare Perle des Gottesreiches!
Du bist der Altar jenes Brotes, das uns zum ewigen Leben führt!
Methodius von Olympus
(4. Jhdt)
Zurück zur Übersicht
Jesus, Sohn Davids, erbarme dich meiner. Erleuchte du meine Augen, daß
ich den Weg zu dir finde. Mach du meine Schritte fest, daß ich vom Weg
nicht abirre. Öffne du meinen Mund, daß ich von dir spreche. Du willst,
daß ich meine Mitmenschen liebe. Laß mich ihnen so dienen, daß sie ihr
Heil finden und in deine Herrlichkeit gelangen.
Alkuin (um 730 - 804)
|
Aus
dem Wessobrunner Gebet |
Zurück zur Übersicht
Das erfuhr ich unter Menschen als Wunder
größtes,
Daß Erde nicht war noch Himmel drüber,
Noch irgend ein Baum noch Berg nicht war,
Noch irgend ein Stern noch Sonne schien,
Noch Mond nicht leuchtetet noch das gewaltige Meer.
Als da nirgends nichts war an Enden und Wenden,
Da war doch der eine allmächtige Gott. |
dat gafregin ih mit firahim firiuuizzo meista
dat ero ni uuas noh ufhimil
noh paum ... noh pereg ni uuas
ni ... nohheinig noh sunna ni scein
noh mano ni liuhta noh der mareo seo
do dar niuuiht ni uuas enteo ni uuenteo
enti do uuas der eino almahtico cot |
(althochdeutsche Stabreimdichtung,
aufgeschrieben um 814 in einer Handschrift
des Klosters Wessobrunn, somit einer der ältesten Texte in
"deutscher" Sprache)
Anmerkung: uu = w (vgl. den englischen Namen double-u)
Zurück zur Übersicht
Wie drei Bestandteile im Wort zu erkennen sind,
so ist die Dreifaltigkeit in einer Gottheit zu betrachten.
Im Wort ist Klang, Kraft und Hauch.
Klang, damit man es hört,
Kraft, damit man es versteht und
Hauch, damit es ans Ziel gelangt.
Im Klang aber nimm den Vater wahr, der alles
in unermeßlicher Stärke offenbart.
In der Kraft den Sohn, der wunderbar
aus dem Vater gezeugt ist.
Im Hauch aber den Heiligen Geist,
der lieblich in ihnen erglüht.
Wo man aber keinen Klang hört, dort wirkt
auch keine Kraft, noch erhebt sich ein Hauch,
und deshalb versteht man dort auch das Wort nicht.
Hl. Hildegard von Bingen (1098 - 1179)
Zurück zur Übersicht
Fürsten der Ehre, lebendiges Licht!
Heilige Engel!
Tiefgeneigt vor der Gottheit,
Lodernd in Sehnsuchtsgluten,
Weil nimmer ihr euch ersättigen könnet
Der heilgen Fülle,
Schaut im Geheimnisdunkel der Kreatur
Ihr die göttlichen Augen.
Welch lichte Wonnen durchjubeln eure Natur,
Weil nicht sie berührte die Urtat ds Bösen,
Die aufstand in Eurem Genossen,
Dem gefallenen Engel,
Als über die innen verborgenen Zinnen der Gottheit
Den Flug er wagte und - stürzte
Qualvoll hinab in den Abgrund.
Doch seines Falles Werkzeug
Bot er in flüsterndem Rat
Dem Gebilde von Gottes Hand.
Preis sei euch, heilige Engel,
Hüter der Völker,
Deren Gebilde in eurem Antlitz sich spielgelt,
Erzengel, euch,
Die ihr die Seelen der Heiligen traget empor,
Euch, Kräfte und Mächte und Fürstentümer,
Herrschaften, Throne,
Die zum Geheimnis der Fünfzahl ihr schließet
Den heiligen Ring,
Und euch, die Siegel ihr seid der Geheimnisse Gottes
Leuchtende Cherubim, flammende Seraphim,
Lobpreis sei euch!
Ihr schaut den Herzschlag des Alten:
Denn wie von Auge zu Auge
Seht wehen ihr
Aus dem Herzen des Vaters
Die innere Kraft.
Hl. Hildegard von Bingen (1098 - 1179)
Zurück zur Übersicht
Schöpfer des Alls, wahrer Quell des Lichtes und der Weisheit, erhabener
Ursprung allen Seins, laß gnädig einen Strahl deiner Klarheit in das
Dunkel meines Verstandes dringen und nimm von mir die zweifache
Finsternis, in der ich geboren bin: die Sünde und die Unwissenheit.
Gib mir Scharfsinn zum Begreifen, gutes Gedächtnis zum Behalten,
Fähigkeit zum rechten und gründlichen Erfassen, Feinheit und
Genauigkeit im Erklären, Fülle und Anmut im Ausdruck.
Lehre den Anfang, lenke den Fortgang, hilf zur Vollendung, durch
Christus, unsern Herrn.
Hl. Thomas von Aquin (1224/25 - 1274)
Zurück zur Übersicht
Mein Herr und mein Gott, nimm alles von mir, was mich hindert zu dir.
Mein Herr und mein Gott, gib alles mir, was mich fördert zu dir.
Mein Herr und mein Gott, nimm mich mir und gib mich ganz zu eigen dir.
Hl. Niklaus von Flüe (1417 - 1487)
Zurück zur Übersicht
Du allgewaltiger Gott,
Du weißt, was meinem Tun allein gebricht,
Was meines Sehnens Not.
Nicht Gold erbitt' ich und ein Zepter nicht,
Wie der vor Habgier Blinde,
Noch Stadt, noch Burg, noch schimmerndes Gestade -
Nur dies: Wo ich Dich finde,
Schlag in mein Herz die Wunde Deiner Gnade.
Girolamo Savonarola (1452
- 1498)
Zurück zur Übersicht
Ewiges Wort, eingeborener Sohn Gottes, lehre mich die wahre Großmut.
Lehre mich dir dienen, wie du es verdienst, geben, ohne zu zählen,
kämpfen, ohne meiner Wunden zu achten, arbeiten, ohne Ruhe zu suchen,
mich einsetzen, ohne einen andern Lohn zu erwarten
als das Bewußtsein, deinen heiligen Willen erfüllt zu haben.
dem hl. Ignatius von Loyola
(1491 - 1556) zugeschrieben
|
Nimm
hin, o Herr, meine ganze Freiheit |
Zurück zur Übersicht
Nimm hin, o Herr, meine ganze Freiheit.
Nimm an mein Gedächtnis, meinen Verstand, meinen ganzen Willen.
Was ich habe und besitze, hast du mir geschenkt.
Ich gebe es dir wieder ganz und gar zurück und überlasse alles dir,
daß du es lenkst nach deinem Willen.
Nur deine Liebe schenke mir mit deiner Gnade.
Dann bin ich reich genug und suche nichts weiter.
Hl. Ignatius von Loyola (1491 - 1556)
Zurück zur Übersicht
Schenke mir eine gute Verdauung, Herr, und auch
etwas zum Verdauen.
Schenke mir Gesundheit des Leibes, mit dem nötigen Sinn dafür, ihn
möglichst gut zu erhalten. Schenke mir eine heilige Seele, Herr, die
das im Auge behält, was gut ist und rein, damit sie im Anblick der
Sünde nicht erschrecke, sondern das Mittel finde, die Dinge wieder in
Ordnung zu bringen.
Schenke mir eine Seele, der die Langeweile fremd ist, die kein Murren
kennt und kein Seufzen und Klagen, und laß nicht zu, daß ich mir
allzuviel Sorgen mache um dieses sich breit machende Etwas, das sich
„Ich" nennt.
Herr, schenke mir Sinn für Humor, gib mir die Gnade, einen Scherz zu
verstehen, damit ich ein wenig Glück kenne im Leben und anderen davon
mitteile.
Hl. Thomas Morus
Zurück zur Übersicht
Nichts soll dich ängstigen, nichts dich erschrecken.
Alles geht vorüber. Gott allein bleibt derselbe.
Alles erreicht der Geduldige, und wer Gott hat, der hat alles -
GOTT ALLEIN GENÜGT.
Hl. Theresia von Avila (1515 - 1582)
Zurück zur Übersicht
Schlaft nicht!
Die ihr Soldaten seid unter Christi Fahne,
schlaft nicht, schlaft nicht,
denn es gibt keinen Frieden auf Erden.
Christus selber wollte sterben wie ein starker Hauptmann.
Laßt uns ihm folgen, denn wir sind an seinem Tode schuld.
Welches Glück, in diesem Kriege zu stehen;
schlaft nicht, schlaft nicht!
Gott will die Erde, kein Feigling sei unter euch;
wagen wir das Leben,
denn der wird es sich am besten bewahren,
der es verloren gibt.
Christus ist unser Feldherr und der Lohn dieses Krieges.
Schlaft nicht, schlaft nicht,
denn es gibt keinen Frieden auf Erden!
Hl. Theresia von Avila (1515 - 1582)
Zurück zur Übersicht
O mein Gott,
Ich glaube an dich; laß mich fester glauben.
Ich hoffe auf dich; laß mich sicherer hoffen.
Ich liebe dich. laß mich inniger lieben.
Ich bereue meine Sünden; laß mich tiefer bereuen.
Du bist mein Schöpfer; ich bete dich an.
Du bist mein Ziel; ich verlange nach dir.
Du bist mein Wohltäter; ich danke dir.
Du bist mein Beschützer; ich rufe dich an.
O Gott, lenke mich durch deine Weisheit.
Zügle mich durch deine Gerechtigkeit.
Tröste mich durch deine Barmherzigkeit.
Schütze mich durch deine Macht.
Herr, dir weihe ich meine Gedanken und Wünsche,
meine Worte und Werke, meine Mühen und Leiden.
Laß mich denken an dich, verlangen nach dir,
sprechen von dir, handeln in dir,
arbeiten und leiden für dich.
Gib mir, du guter Gott, Liebe zum Nächsten und Härte gegen mich selbst.
Die Genußsucht hilf mir überwinden durch Zucht,
die Eitelkeit durch Demut, den Geiz durch Freigebigkeit,
den Zorn durch Sanftmut, die Lauheit durch Eifer.
Laß mich erkennen, wie vergänglich das Irdische ist, wie entscheidend
das Himmlische, wie kurz die Zeit, wie lang die Ewigkeit.
Gib, daß ich meinen Tod vor Augen halte, mit Ernst an dein Gericht
denke, der Verwerfung entgehe und den Himmel erlange.
Papst Clemens XI. (1649 - 1721)
Zurück zur Übersicht
Ich liebe dich, mein Gott,
und mein einziger Wunsch ist,
dich bis zum letzten Atemzug meines Lebens zu lieben.
Ich liebe dich, o du mein unendlich liebenswürdiger Gott,
und ich möchte lieber in Liebe zu dir sterben, als ohne Liebe zu dir leben.
Ich liebe dich, Herr,
und die einzige Gnade, um die ich dich bitte, ist die,
dich ewig lieben zu dürfen.
Mein Gott,
wenn meine Zunge nicht in jedem Augenblick sagen kann,
dass ich dich liebe, so will ich,
dass mein Herz es dir so viele Male wiederholt, wie ich atme.
Hl. Pfarrer von Ars (1786 - 1859)
|