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Das große
Jubiläum des Jahres 2000 |

Gebet von Papst Johannes Paul II.
Das
wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt.
(Joh.1,9)
Sei gepriesen, Vater,
in deiner unendlichen Liebe
hast du uns deinen eingeborenen Sohn geschenkt.
Er hat Fleisch angenommen durch den Heiligen Geist
im reinsten Schoß der Jungfrau Maria.
Zu Betlehem wurde er geboren vor 2000 Jahren.
Unser Weggefährte geworden,
hat er der Geschichte einen Sinn gegeben:
Sie ist ein gemeinsamer Weg
in den Ängesten und Leiden,
in der Treue und in der Liebe.
Sie führt zum neuen Himmel und zur neuen Erde,
wo der Tod überwunden ist
und du alles in allem sein wirst.
Lob und Ehre sei dir, dem einzigen und höchsten Gott,
der allerheiligsten Dreifaltigkeit.
Durch deine Gnade, Vater,
werde das Jubeljahr eine Zeit
radikaler Umkehr und freudiger Rückkehr zu dir.
Eine Zeit,
in der die Menschen sich versöhnen
und die Völker ihre Eintracht wiederfinden;
eine Zeit,
in der man die Lanzen in Winzermesser umschmiedet
und dem Getöse der Waffen
Gesänge des Friedens folgen.
Vater, laß uns das Jubeljahr so leben,
daß wir der Stimme des Geistes gehorchen
und Christus in Treue nachfolgen.
Gib, daß wir unablässig auf das Wort hören
und aus den Quellen der Gnade schöpfen.
Lob und Ehre sei dir, dem einzigen und höchsten Gott, der
allerheiligsten Dreifaltigkeit.
Trage, Vater, mit der Kraft des Heiligen Geistes die Kirche,
die sich für die Neu-Evangelisierung einsetzt.
Lenke unsere Schritte auf den Straßen der Welt,
damit wir durch unser Leben
Christus verkünden.
Richte unseren irdischen Pilgerweg
auf die Stadt des Lichtes aus.
Schenke den Jüngern Jesu Ausstrahlung
durch ihre Liebe zu den Armen und Bedrückten;
laß sie solidarisch sein mit den Bedürftigen
und großzügig in den Werken der Barmherzigkeit;
gegenüber den Brüdern und Schwestern seien sie nachsichtig,
um selbst Nachlaß und Vergebung zu erlangen.
Lob und Ehre sei dir, dem einzigen und höchsten Gott, der
allerheiligsten Dreifaltigkeit.
Vater, reinige das Gedächtnis der Jünger
deines Sohnes und gib,
daß sie ihre Schuld erkennen.
Laß sie eins sein, damit die Welt glaube.
Der Dialog unter den Anhängern der großen Religionen weite sich.
Mögen alle Menschen die Freude entdecken,
deine Söhne und Töchter zu sein.
In die Fürsprache Mariens,
der Mutter der Kirche,
sollen die Apostel und christlichen Märtyrer einstimmen,
die Gerechten aus allen Völkern
und zu allen Zeiten,
damit das Heilige Jahr für jeden einzelnen
und für die Kirche ein Anlaß werde,
neue Hoffnung zu schöpfen
und sich im Heiligen Geist zu freuen.
Lob und Ehre sei dir, dem einzigen und höchsten Gott, der
allerheiligsten Dreifaltigkeit.
Dir, dem allmächtigen Vater,
dem Ursprung des Alls und des Menschen,
durch Christus, der lebt und herrscht über Zeit und Geschichte,
im Heiligen Geist, der die ganze Welt heiligt,
sei Lob, Ehre und Herrlichkeit
heute und in alle Ewigkeit.
Amen. |