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1. Kathechese 2001
Katechesen über das Gebet
von Papst Johannes Paul II
Generalaudienz, Rom
am 28. März 2001
Liebe Schwestern und Brüder!
Mein Apostolisches Schreiben Novo millennio ineunte ist eine Art Wunschzettel für die Kirche im dritten Jahrtausend. Ein Anliegen bewegt mich besonders: Die Kirche möge sich vor allem auszeichnen durch die "Kunst des Betens". Ihr bester Lehrmeister ist dabei der Herr selbst. An seinen Lippen kann sie ablesen, was die Kunst des Betens bedeutet.
Ich bin dankbar, daß das Stundengebet sich großer Wertschätzung erfreut. Nicht nur im Klerus und in Ordenshäusern wird es gepflegt. Auch viele Laien in Pfarrgemeinden und geistlichen Gemeinschaften erheben ihre Stimmen zu Gott, indem sie sich die Psalmen zu eigen machen.
Damit diese Gebetsform fruchtbar wird, ist eine gute und tiefe Einführung nötig. So habe ich mich entschlossen, heute mit einer Reihe von Katechesen zu beginnen, die sich mit den Psalmen und Gesängen der Laudes, des Morgengebets der Kirche, beschäftigen. Wie schön ist es, mit denselben Worten beten zu können, die schon Jesus gebraucht hat! Wir dürfen einstimmen in einen Chor, der in Israel seinen Anfang nahm und im Gebet der Kirche über Jahrhunderte weiterklingt.
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Mit diesen Gedanken grüße ich die Pilger und Besucher aus den Ländern deutscher Sprache. Möge euch die österliche Bußzeit eine Hilfe und ein Ansporn sein, um die Praxis des Gebets zu erneuern und einzuüben. Dazu erteile ich euch, euren Lieben daheim und allen, die mit uns über Radio Vatikan und das Fernsehen verbunden sind, den Apostolischen Segen.
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