Manchmal trifft einen ein Film oder eine Serie nicht nur als Unterhaltung, sondern wie ein leiser, aber sehr gezielter Schlag in die Magengrube. So ging’s mir mit Wick is Pain. Nicht weil’s wehgetan hat, ganz im Gegenteil. Sondern weil ich plötzlich verstanden hab, was es wirklich bedeutet, wenn man von Leidenschaft spricht.

Die Dokumentation zeigt nicht nur, wie John Wick entstanden ist. Sie zeigt, was alles auf dem Spiel stand. Wie knapp der erste Film am Scheitern war, wie plötzlich Millionen fehlten, wie Crewmitglieder einfach nicht mehr auftauchten. Es ist ein Blick in eine Welt, die wir als Zuschauer oft romantisieren, aber selten begreifen.
Ich war erstaunt, wie stark diese Doku mich emotional berührt hat. Keanu Reeves, sonst immer als eher stoischer Typ bekannt, wirkt hier fast zerbrechlich. Man sieht ihn taumeln, stolpern, weitermachen. Und das alles für wenige Sekunden auf der Leinwand. Auch das Team dahinter: Chad Stahelski, David Leitch, das gesamte Stunt-Kollektiv, Menschen, die mit purer Hingabe Grenzen überschreiten.
Es geht nicht nur um spektakuläre Action oder durchchoreografierte Kämpfe. Es geht um Vision. Um das Zusammenspiel von Idee und Realität. Um Verletzlichkeit. Ich fand es besonders faszinierend, wie eng alles mit The Matrix verwoben ist. Fast wie ein Vorbeben, das John Wick vorbereitet hat.
Und ja, es gibt auch kuriose Überraschungen. Eva Longoria als rettender Engel in der Produktionshölle? Hätte ich nie erwartet. Fun Fact: die Schauspielerin bekommt selbst 10 Jahre später noch Schecks vom ersten John Wick Film.
Aber was bleibt, ist nicht die Sensation, sondern der Respekt. Für ein Franchise, das fast nie existiert hätte. Für Menschen, die es mit purem Willen zum Leben erweckt haben.